TUFLO MALUMU
TUFLO MALUMU – ein Wort, das in keiner Sprache zu Hause ist und doch in jeder verstanden werden kann. Es bedeutet sinngemäß: „Das Fremde in dir darf sein.“
Es beginnt dort, wo Menschen die Härte ablegen und aufhören, sich gegen sich selbst zu stemmen. In kleinen Gruppen, in Küchen, in Parks, in stillen Online-Räumen. Menschen sprechen über das, was in ihnen fremd ist – nicht um sich zu erklären, sondern weil sie es zulassen. Es gibt keine Führer, keine Dogmen, keine Regeln. Nur eine gemeinsame Haltung: das Unbekannte nicht länger als Bedrohung zu sehen, sondern als Teil des Ganzen.
Die Bewegung wächst langsam – unsichtbar zuerst, dann spürbar. Sie breitet sich über Grenzen hinweg aus, weil sie keine Sprache braucht. Im Tal murmeln sie TUFLO MALUMU am Flussufer, im Dorf schreiben Jugendliche das Wort mit Kreide auf den Asphalt, in der Stadt steht es an Hauswänden, kaum lesbar, ein leises Zeichen von Zustimmung.
TUFLO MALUMU ist keine Ideologie. Es ist eine Praxis des inneren Gewährenlassens. Wer sie lebt, hört anders, spricht anders, setzt sich anders mit Andersdenkenden auseinander. Nicht, weil du überzeugt bist, sondern weil du weich geworden bist. Weil du verstanden hast, dass Verhärtung oft nur Angst ist, die sich verkleidet.
In dieser Bewegung geht es nicht um das Eine oder das Andere, sondern um das Dazwischen – um das, was sonst keine Sprache findet. Sie ist international, aber nicht globalistisch; gemeinschaftlich, aber nicht kollektivistisch. Ihr Zentrum liegt in keinem Land, sondern in der Bereitschaft, dich selbst nicht mehr abzuweisen.
Manche nennen es eine neue Spiritualität, andere ein soziales Experiment. Doch im Kern bleibt es etwas sehr Einfaches: ein Fluss, der sich durch uns Menschen bewegt – leise, unaufhaltsam, verbindend.
TUFLO MALUMU heißt: Vertrauen, dass das Fremde in uns nicht zerstört, sondern vervollständigt. So wächst diese Bewegung – langsam, stetig, fast unbemerkt – aus deinem Innersten in die Welt hinaus.
Das Manifest unserer Bewegung
TUFLO MAFLUMU ist mehr als ein Buch, mehr als ein Name, mehr als ein Satz. Es ist eine Einladung, gemeinsam zu handeln, zu denken, zu fühlen.
Wir haben diesen Titel rechtlich schützen lassen – nicht um ihn zu besitzen, sondern um ihn frei zu halten.
Frei von Missbrauch, frei von kommerzieller Ausbeutung, frei von jeder Verdrehung ins Gegenteil.
Jeder darf diesen Satz sprechen, schreiben, weitertragen – auf Bannern, in Gesprächen, in Bildern, in Liedern.
Jeder darf ihn benutzen, solange er im Geist dieser Bewegung bleibt: würdevoll, verbindend, menschlich.
Niemand darf ihn nutzen, um zu spalten, zu verhöhnen oder für Zwecke, die dem Sinn widersprechen.
Darüber wachen wir – nicht um Grenzen zu ziehen, sondern um den Kern der Botschaft zu bewahren.
TUFLO MAFLUMU gehört uns allen, die daran glauben.
Das Buch trägt den Namen, die Bewegung ist die Stimme, die daraus entwachsen ist.
TUFLO MAFLUMU – Das Fremde in dir darf sein
In jedem Menschen gibt es etwas, das nicht ganz zu ihm zu gehören scheint. Ein Gedanke, der aus einer anderen Richtung kommt. Ein Gefühl, das sich nicht erklären lässt. Einen Drang, der nirgends hinpasst. Oft versuchen wir, dieses Fremde zu zähmen oder fortzuschieben, als wäre es ein Fehler in der eigenen Ordnung. Doch der Satz „Das Fremde in dir darf sein“ sagt etwas anderes. Er spricht eine Erlaubnis aus – einfach, aber weitreichend: Du darfst zulassen, was zu dir gehört.
Wörtlich heißt das, dass in dir etwas existieren darf, das dir fremd ist. Du musst es nicht bekämpfen oder kontrollieren. Es genügt zu wissen: Es ist da – und es darf da sein.
Psychologisch erinnert dieser Gedanke daran, dass kein Mensch vollständig mit seinem Selbstbild übereinstimmt. Wir alle tragen Anteile in uns, die uns befremdlich erscheinen – dunkle Regungen, plötzliche Sehnsüchte, unerklärliche Erinnerungen. Sie gehören zu uns, auch wenn sie nicht in die gesellschaftliche Norm passen. Wer sie zulässt, statt sie zu verurteilen, öffnet den Raum für eine ganzheitlichere Erkenntnis.
Philosophisch verweist das Fremde auf den Kern des Menschseins: Identität entsteht nicht durch Abgrenzung, sondern durch Durchlässigkeit. Nur wer das Andere in sich anerkennt, kann ein offenes Selbst entwickeln. Das Fremde ist kein Störfaktor, sondern eine Bedingung des Lebens – wie das Unbekannte in der Welt, das wir nie ganz begreifen und doch mitdenken müssen, wenn wir uns selbst verstehen wollen.
Spirituell ist dieser Satz eine Einladung zur Annahme. Er bedeutet, dass wir nicht alles benennen oder beherrschen müssen, was in uns lebt. Es genügt, still zu sein und dem, was auftaucht, Raum zu geben. Vielleicht ist das Fremde jene Stimme, die aus einer tieferen Schicht spricht – aus einem Ort, an dem das Persönliche und das Allgemeine ineinander übergehen.
Und künstlerisch, poetisch gesehen, ist dieser Satz eine Öffnung: eine Einladung, durchlässig zu werden. Für das Unvertraute – in sich selbst, in anderen, in der Welt. Vielleicht beginnt genau dort Kreativität: wo man nicht mehr nur wiederholt, was man schon weiß, sondern sich überraschen lässt von dem, was einem begegnet, innen wie außen.
So verstanden ist „Das Fremde in dir darf sein“ eine Haltung. Sie verlangt Mut und Sanftheit zugleich. Sie bedeutet, sich selbst zuzulassen – auch in Momenten, in denen man sich selbst überrascht. Denn vielleicht ist genau dort, im Fremden, das Leben am lebendigsten.